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Über Burgen und Türme

Hinfahrt: Mit dem Zug zum Bahnhof Bullay, Ankunft der Fernverkehrszüge gegen 10.00 Uhr aus Richtung Koblenz und Trier, die Nahverkehrszüge verkehren zu den halben Stunden. Alle Züge verkehren stündlich !

Wanderung: vom Bahnhof Bullay aus führt ein Fußweg in weniger als 15 Minuten durch Bullay zur Schiffsanlegestelle am Moselufer. Mit der "Marienburg" oder der "Burg Arras" fahren wir nun stromaufwärts. Sofort fällt unser Blick auf alle drei Ziele: Über den Bug sehen wir oberhalb der kombinierten Eisenbahn- und Straßenbrücke die Marienburg, an Steuerbord voraus den Prinzenkopfturm und im Westen über dem Ferienort Alf thront die Burg Arras.

In den nächsten 30 Minuten lernen wir am linken und rechten Moselufer die weltbekannte "Schwarze-Katz-Stadt" Zell und nach einem weiten Bogen, den die Mosel hier beschreibt, die Weinorte Briedel und Pünderich kennen. Natürlich können wir auch überall aussteigen und moselländische Gastfreundschaft in alten restaurierten Ortskernen genießen, aber unser Ziel heißt Pünderich.

Dort mit dem Flußschiffer angekommen, bringt uns der Fährmann ans linke Moselufer. Schon beim Übersetzen mit der "Pont" sehen wir über dem steilen Weinberg die Marienburg. In über 300 Treppenstufen geht es nach oben. Ausreichend Ruheplätze, die zu einem weiten Blick ins Moseltal einladen, machen das Aufsteigen leicht.

Auf der Marienburg, heute Jugend-Bildungsstätte der Diözese Trier, befindet sich ein großes Restaurant mit Terrasse. Überrascht wird der Besucher durch die Aussicht, die er hier oben genießt. Beim Blick nach Süden sieht er links und rechts die Mosel im Tal an sich vorbeifließen. Nur wenige hundert Meter breit ist der Bergrücken hier.

In 30 Minuten erreichen wir, über den Höhenkamm links den Blick nach Pünderich und Reil, den Prinzenkopfturm. Nach dem Aufstieg auf die 20 Meter hohe Holzkonstruktion schweift unser Blick über viele Kilometer Moseltal und weit bis in die Hunsrück- und Eifelhöhen.

Hier schlagen auch die Herzen der Eisenbahnfans höher. Das berühmte Pündericher Viadukt mit seinen 92 Bögen liegt unter uns. Die langen, aus sechsachsigen Waggons bestehenden Erzzüge mit Doppellokbespannung sind immer wieder eine Attraktion, zumal der Aussichtsturm über dem Prinzenkopftunnel steht und wir die Züge auch über die Eisenbahnbrücke in den Bullayer Bahnhof einfahren sehen.

Im Norden geht der Blick bis zur Staustufe St. Aldegund, dahinter sehen wir noch den Bremmer Calmont. Praktisch vor den Füßen liegen Bullay und Alf. Von hier aus sind die Windungen der Mosel am besten zu überschauen, Zell-Merl, Briedel, Pünderich und Reil sind zu erkennen. Im Westen thront auf waldreichem Hügel die Feste Burg Arras.

Zuerst geht es am Fuße des Aussichtsturms nach links zum Heldenfriedhof und dort rechts den Wald hinunter vorbei am Haus Waldfrieden. Wieder werden wir belohnt mit einem herrlichen Blick auf Alf, Bullay und St. Aldegund. Nach einer Linkskurve unterhalb des Waldfriedens führt der Wanderweg am Parkplatz etwas versetzt geradeaus in den Wald hinein. Hier beginnt der hervorragend angelegte Waldlehrpfad der Gemeinde Alf. Er ist ein Muß, vor allem für Familien mit Kindern.

Nach rund 300 Metern erreichen wir die Dünwaldhütte, ein herrlich angelegter Rastplatz.

Ein Schild weist uns nun den 30minütigen Weg durch den Wald zur Burg Arras. Dort lohnt sich das Besteigen des Wehrturmes und eine Besichtigung der Burg und des historischen Museums. Ein Restaurant lädt zur Vesper ein.

Der Blick geht hinüber ins Höllenthal, wo Köhler Arras vor Jahrhunderten die Hunnen besiegte und er vom König das Recht erhielt, eine Burg auf diesem Bergkegel zu errichten.

Im Osten sehen wir unten im Tal das Freibad der Gemeinde Alf, am Alfbach gelegen. Ihm folgen wir die letzten 20 Minuten, wenn wir den Bergkegel abgestiegen sind. An der Mündung in die Mosel bringt uns die Fähre "Remigius" wieder nach Bullay, wo der Zug wartet.

Doch sollte man sich vor der Abreise mit einem guten Essen aus moselländischer Küche für den schönen Tag belohnen, diesseits oder jenseits des Flusses.

Wanderkarte - zum Vergrößern bitte anklicken

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Quelle: Verbandsgemeinde Cochem-Zell

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